{"id":4802,"date":"2022-10-06T21:25:35","date_gmt":"2022-10-06T19:25:35","guid":{"rendered":"https:\/\/sv-jersleben.de\/?p=4802"},"modified":"2024-01-25T13:12:19","modified_gmt":"2024-01-25T12:12:19","slug":"stellungnahme-des-dsb-zur-ard-sendung-vom-04-10-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sv-jersleben.de\/?p=4802","title":{"rendered":"Stellungnahme des DSB zur ARD Sendung vom 04.10.2022"},"content":{"rendered":"<div class=\"postie-post\">DSB bezieht Stellung zu ARD-Sendung \u201eReport Mainz\u201c<\/div>\n<div><\/div>\n<div class=\"postie-post\">Der Deutsche Sch\u00fctzenbund widerspricht der vollkommen einseitigen und vorurteilsbehafteten Darstellung des Schie\u00dfsports in dem Beitrag \u201eWaffen f\u00fcr alle \u2013 Neuer Lifestyle in Deutschland?\u201c vom Report Mainz der ARD (Ausstrahlung am 4. Oktober).<\/div>\n<div><\/div>\n<div class=\"postie-post\">Dort wird trotz einj\u00e4hriger Recherche tendenzi\u00f6s das Sportschie\u00dfen und der Umgang mit Waffen in Misskredit gebracht.\u00a0So wird eine Influencerin aus dem dynamischen Schie\u00dfen ausf\u00fchrlich dargestellt, genauso wie ein Besuch bei einem kommerziellen Schie\u00dfsportanbieter. Und damit exakt zwei Bereiche, die nicht unter dem Dach des Deutschen Sch\u00fctzenbundes zu finden sind.<\/div>\n<div><\/div>\n<div class=\"postie-post\">Ein Besuch in einem DSB-Verein oder eine Stellungnahme des DSB vor der Kamera wurde nicht integriert. Zufall? Nein!<\/div>\n<div><\/div>\n<div class=\"postie-post\">Vielmehr wurde es so dargestellt, dass jeder in Deutschland leichten Zugang zu Waffen habe. Der Satz, dass in Deutschland eines der strengsten Waffenrechte weltweit gilt, wurde sp\u00f6ttisch kommentiert und in Frage gestellt.<\/div>\n<div class=\"postie-post\">Dass zu wenige Waffenkontrollen bundesweit durchgef\u00fchrt werden, war ebenfalls Thema. Der Grund daf\u00fcr wurde jedoch nur am Rande erw\u00e4hnt: Die v\u00f6llige \u00dcberforderung der Waffenbeh\u00f6rden. So sieht es auch der CDU-Innenpolitiker Marc Henrichmannm, der das Defizit als Folge immer weiterer Versch\u00e4rfungen des Waffenrechts, die eher weniger als mehr Sicherheit bringen, einstuft: \u201eMit der geplanten n\u00e4chsten Novelle wird die Ampel die Waffenbeh\u00f6rden mit weiterer B\u00fcrokratie endg\u00fcltig lahmlegen\u201c, bef\u00fcrchtet er.<\/div>\n<div><\/div>\n<div class=\"postie-post\">Besser w\u00e4re es, die kommunalen Waffenbeh\u00f6rden durch digitalere und schlankere Verfahren zu entlasten. \u201eDann k\u00f6nnen sie auch besser ihrer Aufgabe nachkommen und konkreten Verdachtsf\u00e4llen nachgehen\u201c, unterstreicht Henrichmann in einer schriftlichen Replik auf die Sendung.<\/div>\n<div><\/div>\n<div class=\"postie-post\">Erg\u00e4nzend ist hinzuzuf\u00fcgen: Der Umstand, dass angeblich noch zahlreiche Extremisten legale Waffenbesitzer sind, ist der Politik anzulasten, die alle M\u00f6glichkeiten besitzt, t\u00e4tig zu werden und diesen waffenrechtlich unzuverl\u00e4ssigen Personen den Erwerb und den Besitz zu verbieten.<\/div>\n<div class=\"postie-post\">Leider wurde das Vereinswesen und Sportschie\u00dfen an sich \u00fcberhaupt nicht thematisiert. Schade, denn die \u00fcber 1,3 Millionen Sportsch\u00fctzen im DSB tun viel Gutes. Es gibt wohl kaum einen zweiten sportlichen Bereich in Deutschland, der so viel Gemeinn\u00fctziges macht, wie die Mitglieder der Sch\u00fctzenvereine (siehe Stiller Star).<\/div>\n<div><\/div>\n<div class=\"postie-post\">Auch deshalb wurde das \u201eSch\u00fctzenwesen in Deutschland\u201c 2015 von der Deutschen UNESCO-Kommission und der Kultusministerkonferenz in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.<\/div>\n<div><\/div>\n<div class=\"postie-post\">Nicht zuletzt aus diesen Gr\u00fcnden wird sich der DSB auch in Zukunft f\u00fcr die Belange seiner Mitglieder als Legalwaffenbesitzer einsetzen und deren Interessen auch gegen\u00fcber der Politik mit Nachdruck vertreten. Dies auch trotz der despektierlichen Darstellung als Teil der sogenannten \u201eWaffen- und Sch\u00fctzenlobby\u201c. Nicht ohne Grund ist der DSB als gemeinn\u00fctziger Verband im transparenten Lobby-Register des Deutschen Bundestages gelistet.<\/div>\n<div class=\"postie-post\">Und dass die 1,3 Millionen Sportsch\u00fctzen mit Freude und Hingabe ihrem Hobby nachgehen und ihren Sport sicher aus\u00fcben wollen wie andere Sporttreibende \u2013 kein Wort von den Redakteuren.<\/div>\n<div><\/div>\n<div class=\"postie-post\">Stattdessen ein Schlag in das Gesicht der ehrenamtlichen Mitglieder in den rund 14.000 Sch\u00fctzenvereinen, die tagt\u00e4glich mit viel Herzblut und herausragenden Aktionen ganz Wesentliches f\u00fcr die Gesellschaft leisten.<\/div>\n<div><\/div>\n<div class=\"postie-post\">Der Beitrag sch\u00fcrt in boulevardesker Art lieber \u00c4ngste und Distanz in der Bev\u00f6lkerung, anstatt ein umfassendes und faires Bild des wahren \u201eLifestyles im Sch\u00fctzenwesen\u201c abzugeben.<\/div>\n<div class=\"postie-post\">Der DSB wird den Beitrag zum Anlass nehmen, eine Protestnote an die Redaktion Report Mainz mit der Aufforderung zu einer objektiven Gegendarstellung zu senden. Wohl wissend aus der Vergangenheit, dass diese nicht zum Umdenken f\u00fchren wird.<\/div>\n<div><\/div>\n<div class=\"postie-post\">DSB-Vereine, die aufgrund des ARD-Beitrags von regionalen\/lokalen Medien kontaktiert werden und Hilfe ben\u00f6tigen, k\u00f6nnen sich gerne an die DSB-Pressestelle wenden.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DSB bezieht Stellung zu ARD-Sendung \u201eReport Mainz\u201c Der Deutsche Sch\u00fctzenbund widerspricht der vollkommen einseitigen und vorurteilsbehafteten Darstellung des Schie\u00dfsports in dem Beitrag \u201eWaffen f\u00fcr alle \u2013 Neuer Lifestyle in Deutschland?\u201c vom Report Mainz der ARD (Ausstrahlung am 4. Oktober). Dort wird trotz einj\u00e4hriger Recherche tendenzi\u00f6s das Sportschie\u00dfen und der Umgang mit Waffen in Misskredit gebracht.\u00a0So wird eine Influencerin aus dem dynamischen Schie\u00dfen ausf\u00fchrlich dargestellt, genauso wie ein Besuch bei einem kommerziellen Schie\u00dfsportanbieter. Und damit exakt zwei Bereiche, die nicht unter dem Dach des Deutschen Sch\u00fctzenbundes zu finden sind. Ein Besuch in einem DSB-Verein oder eine Stellungnahme des DSB vor der Kamera wurde nicht integriert. Zufall? Nein! Vielmehr wurde es so dargestellt, dass jeder in Deutschland leichten Zugang zu Waffen habe. Der Satz, dass in Deutschland eines der strengsten Waffenrechte weltweit gilt, wurde sp\u00f6ttisch kommentiert und in Frage gestellt. Dass zu wenige Waffenkontrollen bundesweit durchgef\u00fchrt werden, war ebenfalls Thema. Der Grund daf\u00fcr wurde jedoch nur am Rande erw\u00e4hnt: Die v\u00f6llige \u00dcberforderung der Waffenbeh\u00f6rden. So sieht es auch der CDU-Innenpolitiker Marc Henrichmannm, der das Defizit als Folge immer weiterer Versch\u00e4rfungen des Waffenrechts, die eher weniger als mehr Sicherheit bringen, einstuft: \u201eMit der geplanten n\u00e4chsten Novelle wird die Ampel die Waffenbeh\u00f6rden mit weiterer B\u00fcrokratie endg\u00fcltig lahmlegen\u201c, bef\u00fcrchtet er. Besser w\u00e4re es, die kommunalen Waffenbeh\u00f6rden durch digitalere und schlankere Verfahren zu entlasten. \u201eDann k\u00f6nnen sie auch besser ihrer Aufgabe nachkommen und konkreten Verdachtsf\u00e4llen nachgehen\u201c, unterstreicht Henrichmann in einer schriftlichen Replik auf die Sendung. Erg\u00e4nzend ist hinzuzuf\u00fcgen: Der Umstand, dass angeblich noch zahlreiche Extremisten legale Waffenbesitzer sind, ist der Politik anzulasten, die alle M\u00f6glichkeiten besitzt, t\u00e4tig zu werden und diesen waffenrechtlich unzuverl\u00e4ssigen Personen den Erwerb und den Besitz zu verbieten. Leider wurde das Vereinswesen und Sportschie\u00dfen an sich \u00fcberhaupt nicht thematisiert. Schade, denn die \u00fcber 1,3 Millionen Sportsch\u00fctzen im DSB tun viel Gutes. Es gibt wohl kaum einen zweiten sportlichen Bereich in Deutschland, der so viel Gemeinn\u00fctziges macht, wie die Mitglieder der Sch\u00fctzenvereine (siehe Stiller Star). Auch deshalb wurde das \u201eSch\u00fctzenwesen in Deutschland\u201c 2015 von der Deutschen UNESCO-Kommission und der Kultusministerkonferenz in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Nicht zuletzt aus diesen Gr\u00fcnden wird sich der DSB auch in Zukunft f\u00fcr die Belange seiner Mitglieder als Legalwaffenbesitzer einsetzen und deren Interessen auch gegen\u00fcber der Politik mit Nachdruck vertreten. Dies auch trotz der despektierlichen Darstellung als Teil der sogenannten \u201eWaffen- und Sch\u00fctzenlobby\u201c. Nicht ohne Grund ist der DSB als gemeinn\u00fctziger Verband im transparenten Lobby-Register des Deutschen Bundestages gelistet. Und dass die 1,3 Millionen Sportsch\u00fctzen mit Freude und Hingabe ihrem Hobby nachgehen und ihren Sport sicher aus\u00fcben wollen wie andere Sporttreibende \u2013 kein Wort von den Redakteuren. Stattdessen ein Schlag in das Gesicht der ehrenamtlichen Mitglieder in den rund 14.000 Sch\u00fctzenvereinen, die tagt\u00e4glich mit viel Herzblut und herausragenden Aktionen ganz Wesentliches f\u00fcr die Gesellschaft leisten. Der Beitrag sch\u00fcrt in boulevardesker Art lieber \u00c4ngste und Distanz in der Bev\u00f6lkerung, anstatt ein umfassendes und faires Bild des wahren \u201eLifestyles im Sch\u00fctzenwesen\u201c abzugeben. Der DSB wird den Beitrag zum Anlass nehmen, eine Protestnote an die Redaktion Report Mainz mit der Aufforderung zu einer objektiven Gegendarstellung zu senden. 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